Karneval 2010

Geliebtes Volk - dem Herrn geweiht,

schon ist es wieder mal so weit,

denn sie ist da - die Narrenzeit,

mit Witz, Humor und Heiterkeit.

 

Wie ihr’s gewohnt seit Jahr und Tag,

hat „uuser Heer“ dann seine Plag,

weil er - ein wenig halt ver-rückt,

was heut er sagt - im Vers ausdrückt.

 

Da geistern dann in seiner „Birn“,

durch alle Windungen im Gehirn,

gar manche Gedanken kreuz und quer -

so - wie wenn er Charlie Chaplin wär..

 

Doch - das kann er nicht verhehlen,

es ist eines seiner vielen „Gene“

aus der Heimat - dem schönen Eifelland,

wo schon immer „de Dom in Kölle stand“.

 

Nun weiß ich längst - und das sehr wohl,

das Leben ist auch grau - nicht immer toll.

Doch trotzdem darf ich hier mal fragen:

lässt mit finsterer Mine es sich besser tragen?

 

Wie sagte schon vor vielen hundert Jahren,

ein Mensch, der selbst dies hat erfahren,

Augustinus, ein weiser und frommer Mann,

dem durchaus man wohl trauen kann:

 

„Mensch, lerne endlich auch einmal zu tanzen,

sonst wissen die Engel mit dir nichts anzufangen.“

Das sicherlich alles zu seiner Zeit -

nur sollten wir sein dazu auch bereit.

 

Was hilft da alles Jammern und Klagen,

als sei die Welt nur voller böser Plagen,

das alles ändert - und das ist ganz gewiss,

an der beschwerlichen Situation doch nichts.

 

Wir werden den Rücken nur tiefer bücken

und unerträglich unsern „Geist“ bedrücken.

Anstatt wieder zu kommen „in die Gänge“,

beugen wir uns lieber so manchen Zwängen.

 

Statt wieder nach oben, nach vorne zu schauen,

sehen wir alles nur voller Schreck und Grauen,

die uns hindern - und oft völlig lähmen,

weil wir uns zu viel sorgen oder grämen.

 

Gewiss, das Leben ist kein Kinderspiel,

wenn das auch glauben viel zu viel.

Ebenso ist keineswegs es ein Jammertal,

wie im frommen Lied wir gesungen dazumal.

 

Es muss wie immer so im Leben,

halt einen Weg dazwischen geben,

auf dem uns begegnet sicher beides,

viel Frohes und nicht zuviel des Leides.

 

Oft scheint - und ist es - ungerecht verteilt:

die einen im Glück - die anderen nur im Leid.

Da suchen wir oft und schnell nach Gründen -

doch letztlich werden wir diese nicht finden.

 

So geben wir häufig unserem Gott die Schuld:

weil er damit hart erprobt so - unsere Geduld,

die gewiss und durchaus ihre Grenzen hat,

weil wir nicht kennen und verstehen seinen Rat,

 

Für den Weg, den er mit uns gehen will,

ob wir nun „zappeln“ - oder halten still.

Dabei mag uns zwar der Glaube helfen -

und wir womöglich sogar daran reifen,

 

Doch eines ist genauso klar und unbestritten:

wir würden uns lieber freuen - anstatt wir litten.

Denn wer hätte auf seinen irdischen Wegen

nicht viel lieber Sonne - anstatt nur Regen?

 

Wir kennen wohl alle auch die Geschicht,

wonach „der Herrgott züchtigt, die er liebt“.

Ein vernünftiger Mensch dann die Antwort gibt:

„Es ging mir besser, er hätte mich weniger lieb“.

 

Ich kann - und will’s schon gar nicht - glauben,

dass das Leben nur sein soll Last und Grausen,

das uns letztlich bringt nur Müh und Plag,

wo jeder doch zu Recht sich freuen mag.

 

Zu meinem Bild vom „lieben Gott“

passt es keineswegs und absolut,

dass er für uns in unserem Leben

nur parat hat Mühen und Beschwerden.

 

Manches - und das ist eindeutig und klar,

kommt nicht so, wie unser Plan es war.

Doch diese Frage ist nicht zu bestreiten:

der Blickwinkel - aus dem wir es begleiten.

 

Bei vielem - und das sollten wir bedenken,

können die Geschicke selbst wir lenken -

und haben darüber dann zu keiner Stund

zum Jammern und Klagen einen Grund.

 

Gewiss - auch hier bei uns gibt es arme Leute,

dazu sollten wir schauen in der Welten Weite.

Nur - sie sind es nicht, die am meisten lamentieren,

und so sollten viele sich mal an ihnen orientieren.

 

Dazu sollten wir ebenfalls nicht übersehen,

dass weitgehend wir auf der Sonnenseite stehen,

wo für die vielen Menschen - Gott sei Dank,

es Hilfe gibt - wenn sie arm sind oder krank.

 

Ich sehe - und das macht mich manchmal krank,

dass sich bei so vielen findet kaum noch Dank,

für das viele Gute und alles wahrhaft Schöne,

das uns mit uns selbst und mit Gott versöhne.

 

Jedoch - das gebe ich frei und unumwunden zu,

auch mir fehlt manchmal Gelassenheit und Ruh’,

die „Dinge des Lebens“ zu nehmen, wie sie sind,

die Gott schickt - seinem meist fröhlichen Kind.

 

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